Betreutes Einzelwohnen für Jugendliche und junge Erwachsene ab 17 Jahren

Zielgruppe

Das betreute Einzelwohnen richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene ab 17 Jahren,

  • die aufgrund familiärer Konflikte und Probleme nicht mehr im Elternhaus verbleiben können oder wollen und bei dem Schritt aus dem Elternhaus heraus Hilfe und Begleitung brauchen,
  • aus stationären Angeboten der Jugendhilfe den Schritt in die Selbständigkeit gehen wollen und hierbei noch Unterstützung brauchen,
  • als MigrantInnen besondere Integrationshilfen benötigen, die ihnen den Start in ein eigenständiges Wohnen ermöglichen.

Für sie bietet sich das betreute Einzelwohnen als Alternative zur stationären Jugendhilfe oder als weiterer Entwicklungsschritt im Anschluss daran an. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden im Rahmen eines begleiteten Einzelwohnens sozialpädagogisch betreut. Form und Umfang der Unterstützung sowie der zeitliche und personelle Aufwand werden zu Beginn der Hilfe in einem gemeinsamen Hilfeplangespräch mit dem Kostenträger und dem jeweiligen Jugendlichen / jungen Erwachsenen festgelegt. Die Anmietung des notwendigen Wohnraumes erfolgt in der Regel über die Eltern bzw. Personensorgeberechtigten oder durch den Betreuten selbst.  

Wir beraten und unterstützen die jungen Menschen

  • bei Schul- und Berufsausbildung
  • in Fragen zur Gestaltung des Alltags 
  • bei der Organisation des Haushaltes
  • bei der Regelung finanzieller Belange
  • bei der Freizeitgestaltung
  • in Fragen rund um Freundschaft und Partnerschaft
  • bei der Klärung von Beziehungen zur Ursprungsfamilie
  • bei Ämtergängen und Formalien
  • in persönlichen Belangen
  • und in sonstigen Punkten aus dem Hilfeplan  

Das betreute Einzelwohnen ist eine unterstützende Maßnahme beim Verselbständigungsprozess von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die jungen Menschen mit den obengenannten Problemlagen werden so an der Schwelle von der Schule zum Beruf oder während ihrer Ausbildung und Arbeit zu einer eigenständigen und selbstbestimmten Lebensführung befähigt und in die gesellschaftlichen Prozesse integriert. Jede/r Bewohner/in wird von einer pädagogischen Fachkraft betreut. Die Betreuung findet zu individuell vereinbarten Zeiten in der Wohnung des/der zu Betreuenden oder im CJD in Neustadt statt.  Durch Vermittlung von Schlüsselqualifikationen und die Vermittlung bzw. Entwicklung sozialer und kommunikativer Kompetenzen im Rahmen eines situations-, lebenswelt- und alltagsorientierten Ansatzes werden die jungen Menschen auf die erfolgreiche Bewältigung der Berufs- und Arbeitswelt und der gesellschaftlichen Anforderungen vorbereitet.  

Ausnahmen

Jugendliche und junge Volljährige mit Suchtmittelabhängigkeit, sowie gewaltbereite Jugendliche können ambulant nicht adäquat versorgt werden.

Gesetzesgrundlagen

Die Erziehungshilfe findet im Rahmen der §§ 27,34, 35a, 41 SGB VIII und der §§ 53, 54 SGB XII statt. 

Qualitätssicherung

Wir sichern unsere Qualität durch:  

  • Regelmäßige Teamgespräche
  • Individuelle Erziehungsplanung
  • Interne und externe Fortbildungen
  • Supervision
  • Evaluation der Hilfemaßnahmen  

Die Mitarbeiter sind im Team Nachbetreuung oder SPFH eingebunden und erhalten hier kollegiale Beratung.

Ihre Ansprechpartnerin

Jutta Rieger
Fon 06321 8991-262
jutta.rieger@cjd.de